Junger Initiativkreis Ruhr legt Studie zu jungen Wählerinnen und Wählern im Ruhrgebiet vor

Aug. 27, 2025 | Bildung, Politik, Pressemitteilung

Essen, 27. August 2025: Der Junge Initiativkreis Ruhr hat anlässlich der Kommunalwahl eine Studie beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben. Das Ziel: Herauszufinden, wie junge Menschen im Ruhrgebiet vor der Kommunalwahl 2025 über Politik denken und welche Erwartungen sie an die politischen Entscheidungsträger haben. Die Ergebnisse zeichnen ein ambivalentes Bild: Während die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsene (16–24 Jahre) sich eng mit der Region verbunden fühlen und sich langfristig ein Leben im Ruhrgebiet vorstellen können, fehlt oftmals das Vertrauen gegenüber politischen Institutionen. Gleichzeitig hält die überwiegende Mehrheit demokratische Teilhabe für wichtig.  

 

63 Prozent der jungen Erwachsenen fühlen sich eng mit der Region verbunden  

Das Verhältnis zur Politik ist dabei auch von Gefühlen wie Angst und Frustration geprägt. Auffällig ist zudem, dass nur knapp die Hälfte der Befragten weiß, dass bereits ab 16 Jahren kommunal gewählt werden darf. Dem Ruhrgebiet eng verbunden fühlen sich 63 Prozent der Befragten. Dabei sehen sie auch eine langfristige Perspektive in der Region. Die Umfrage zeigt auch deutlich, wie groß das Potenzial für politische Beteiligung ist: 82 Prozent der Befragten halten die Teilnahme an Wahlen für wichtig und messen demokratischer Teilhabe große Bedeutung bei. Themen wie Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und Bildung stehen für die Jugendlichen im Vordergrund, auch wenn sich 85 Prozent vom politischen Diskurs zumindest gelegentlich überfordert fühlen.  

„Die junge Generation im Ruhrgebiet ist politisch interessiert und fest mit der Region verbunden. Aber sie fühlt sich von der Politik häufig nicht gesehen. Das ist ein Weckruf für alle demokratischen Akteure, die jungen Menschen ernsthaft in den Dialog einzubeziehen“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr.

 

Junger Initiativkreis Ruhr: Politisches Interesse junger Menschen ist groß  

Der Junge Initiativkreis Ruhr, ein Netzwerk von Fach- und Führungskräften unter 40 Jahren aus den Partnerunternehmen und -institutionen des Initiativkreises Ruhr, hat die Studie initiiert, um die Aufmerksamkeit im Wahlkampf auch auf die nachfolgenden Generationen zu lenken: „Wir wollten wissen: Was bewegt junge Menschen vor der Kommunalwahl? Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht an Interesse mangelt, sondern an verständlicher Ansprache und echten Mitgestaltungsmöglichkeiten“, erklärt Jasmin Buck, Mitglied im Jungen Initiativkreis Ruhr. 

Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

Die Ergebnisse der Studie fließen auch in die „Junge Ruhrpott Agenda zur Kommunalwahl“ der überparteilichen Initiative Ruhrpott für Europa ein, die am Mittwochabend, 27. August, mit einem Launch-Event auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen vorgestellt wird. Die RAG-Stiftung ist Hauptförderer des Projekts. Die Junge Ruhrpott Agenda finden Sie hier.