Parallel zur EUDEX: Initiativkreis Ruhr diskutiert stärkere Vernetzung für den Krisenfall

Sep. 24, 2026 | Pressemitteilung

Von links nach rechts: Dirk Opalka (Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr), Teemu Seppälä (Technology and Innovation Director of the City of Riihimäki in Finnland), Markus Kankeleit (Oberstleutnant Referatsleiter Kooperationen und Grundlagen im Operativen Führungskommando der Bundeswehr), Oliver P. Kuhrt (CEO Messe Essen), Nathanael Liminski (NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW), Götz Erhardt (Co-Moderator Initiativkreis Ruhr, Leiter Supply Chain & Engineering EMEA Accenture), Guido Kerkhoff (Moderator Initiativkreis Ruhr, CEO Klöckner & Co).

  • Bevölkerungsumfrage zeigt hohes Vertrauen der Bevölkerung in die Wirtschaft in Sicherheitsfragen
  • Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Bundeswehr und dem Ausland tauschen sich zur Krisenvorsorge aus
  • Ruhrgebiet könnte als größter Ballungsraum Deutschlands Vorreiter für regionale Resilienz und Sicherheit werden

Essen, 24. September 2026. Parallel zur European Defense Expo (EUDEX) haben führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Bundeswehr und Wissenschaft beim ersten Resilienz-Dialog des Initiativkreises Ruhr über die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und zunehmender hybrider Bedrohungen wurde deutlich: Resilienz ist längst nicht mehr nur eine Aufgabe des Staates, sondern auch der Wirtschaft.

Teil der Diskussion war eine repräsentative dimap-Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Initiativkreises Ruhr. Demnach traut mehr als die Hälfte der Menschen im Ruhrgebiet der Wirtschaft zu, im Krisenfall zur Stabilität der Region beizutragen. Damit liegt sie direkt hinter Polizei und Bundeswehr.

„Auf Krisen müssen wir vorbereitet sein, bevor sie eintreten. Dafür müssen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft enger zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Kompetenzen zusammenbringen. Gerade das Ruhrgebiet mit seiner starken industriellen Basis kann zeigen, wie regionale Zusammenarbeit unsere Widerstandsfähigkeit erhöht“, sagte Guido Kerkhoff, Moderator des Initiativkreises Ruhr und CEO von Klöckner & Co. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW. Weitere Impulse kamen von Teemu Seppälä, Technology and Innovation Director of the City of Riihimäki in Finnland. Finnland gilt als Vorreiter in Sicherheitsfragen. Markus Kankeleit, Oberstleutnant Referatsleiter Kooperationen und Grundlagen im Operativen Führungskommando der Bundeswehr informierte zum Operationsplan Deutschland und zur Rolle von Unternehmen, die diese in der Vorbereitung auf den Verteidigungsfall spielten. Über Fragen der Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen berichtete Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK.

Auch die Landesregierung unterstrich die Bedeutung des branchenübergreifenden Schulterschlusses. Nathanael Liminski betonte in seinem Impuls die gemeinsame Verantwortung von Staat und Wirtschaft: „Angesichts hybrider Bedrohungen und wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen müssen wir unsere Kräfte bündeln. Nordrhein-Westfalen bringt dafür seine starke industrielle Basis, seinen innovativen Mittelstand und seine zentrale Rolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur ein. Wenn wir Wirtschafts- und Sicherheitspolitik zusammendenken, stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landes und leisten einen konkreten Beitrag zur Sicherheit Europas.“

 

In vier Workshops zu Transport und Logistik, Energie und Wasser, Zivil- und Gesundheitsschutz sowie Cybersecurity und Finanzen diskutierten daher Vertreterinnen und Vertreter u. a. von Duisport, Flughafen Düsseldorf, Amprion, Ruhrverband, Universitätsmedizin Essen, Regionalverband Ruhr, NRW.BANK und TÜV NORD gemeinsam mit weiteren Unternehmensvertreterinnen und -vertretern über die Krisenfestigkeit zentraler Infrastrukturen und Versorgungssysteme.

Die vom Initiativkreis Ruhr parallel beauftragte, repräsentative Bevölkerungsumfrage von dimap untersuchte, wie die Menschen im Ruhrgebiet die Krisenfestigkeit der Region, die Rolle von Wirtschaft und Staat sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Krisen und Bedrohungslagen bewerten. Die zusammengefassten Umfrageergebnisse finden Sie HIER und nachfolgend auf einen Blick:

  • Die Wirtschaft wird als Teil der Krisenlösung gesehen. Mehr als die Hälfte der Menschen im Ruhrgebiet traut Unternehmen zu, zur Krisenvorsorge und Stabilität der Region beizutragen. Bei der Krisenvorsorge trauen 52 % der Bevölkerung den Unternehmen Verlässlichkeit zu, direkt nach den Ordnungskräften und noch vor der Landesregierung.
  • 76 % sagen: Wirtschaft und Kommunen sollten gemeinsam für den Ernstfall üben. Die Bevölkerung spricht sich damit deutlich für mehr Kooperation und praktische Krisenvorsorge zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand aus.
  • 85 % sehen Industrie und Mittelstand als Stabilitätsanker. Wirtschaftliche Stärke wird zu einer Frage der Resilienz: Wer im Krisenfall handlungsfähig bleiben will, braucht eine starke industrielle Basis.

 

Über den Initiativkreis Ruhr

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Wirtschaftsbündnis aus großen Unternehmen und Institutionen der Region und darüber hinaus. In unserer Zusammenarbeit initiieren wir Projekte, die einen Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Ruhrgebiets leisten. CEOs, Geschäftsführende und Rektoren engagieren sich als persönliche Mitglieder ehrenamtlich in unserem Netzwerk.

Weitere Informationen finden Sie unter www.initiativkreis-ruhr.de. In dem Online-Magazin InitiativkreisMagazin haben die Mitglieder die Möglichkeit, Themen aus ihren Unternehmen und Institutionen vorzustellen.

Pressekontakt:
Katja Mazurek
Leiterin Kommunikation und Pressesprecherin
Mobil: 0175 2963527
E-Mail: mazurek@i-r.de

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