Politikbrief – Modellprojekte für Deutschland

Mai 20, 2026 | Politik, Wirtschaft

Mai 2026 | Ausgabe 1

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Deutschland steht vor einer doppelten Aufgabe: industrielle Stärke sichern und zugleich Klimaneutralität, Digitalisierung und Resilienz voranbringen. Im Ruhrgebiet verdichten sich diese Herausforderungen besonders deutlich. Was hier funktioniert, ist auf andere Regionen übertragbar.

Mit unserem Projektpapier legen die Partnerorganisationen des Initiativkreises Ruhr konkrete Modelle vor. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, haben wir Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche unser Positionspapier in Berlin überreicht. Die hier genannten Projekte liefern Ideen und Impulse zu entscheidenden Fragen der industriellen Transformation, der Energieversorgung, der digitalen Souveränität und der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Sie sind als Blaupausen angelegt. Damit sind sie übertragbar und enthalten konkrete Handlungsvorschläge. Sie zahlen unmittelbar auf die Vorhaben der Koalition aus CDU/CSU und SPD ein.

Die konkreten Projekte u. a. von RWE, Evonik, Thyssenkrupp, der Universitätsmedizin Essen und Hochtief sind keine abstrakten Visionen, sondern sind skalierbare Vorhaben mit realer Wertschöpfungsperspektive. Sie sind erprobt und in Betrieb, benötigen jedoch noch regulatorische Veränderungen, um ihr Potential vollends zu entfalten. Viele dieser Rahmenbedingungen hierfür werden auf Bundesebene gesetzt.

 

Anschlussfähigkeit an Ausschüsse

Die Projekte setzen direkt an den Koalitionsvertrag der Bundesregierung an. Die Projekte betreffen zudem folgende Ausschüsse und deren Kompetenzbereiche:

Für den Ausschuss für Wirtschaft und Energie stehen Versorgungssicherheit und Systemstabilität im Mittelpunkt der dargestellten Vorhaben. Der Einsatz H2-fähiger Gaskraftwerke und intelligente Energiesysteme sind wichtige Bausteine einer resilienten Energiearchitektur. Hier sind klare Kraftwerksstrategien, beschleunigte Genehmigungsverfahren und ein verlässlicher Hochlaufpfad für Wasserstoff entscheidend.

Für die Ausschüsse Digitales sowie Verkehr sind insbesondere die praktische Anwendung von KI in industriellen Prozessen und in kritischer Infrastruktur relevant. Datenbasierte Steuerung, digitale Zwillinge der Straßen und sektorübergreifende Plattformen erhöhen Effizienz und Sicherheit. Voraussetzung sind rechtssichere Datennutzung, standardisierte Schnittstellen und innovations-freundliche Rahmenbedingungen.

Im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wird die Transformation vor allem im Bestand konkret sichtbar. Serielles Sanieren, neue Baustoffe und Lebenszyklusbetrachtungen ermöglichen Klimaschutz im urbanen Raum. Hier braucht es bundesweit anschlussfähige Typengenehmigungen, klare Förderstrukturen und technologieoffene Standards.

 

Ruhr-Wirtschaft als Partner

Das Ruhrgebiet bietet bereits konkrete Anknüpfungspunkte. Die im Positionspapier dargestellten Vorhaben sind mit, industrieller Substanz und regionaler Wertschöpfung hinterlegt.

Uns ist klar: Wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem.

Vor diesem Hintergrund wenden wir uns an Sie als Bundestags-abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen mit der Einladung, die von den Unternehmen aufgezeigten Hebel gemeinsam zu adressieren und das Ruhrgebiet als Modellregion für eine beschleunigte Transformation zu nutzen.

 

Zum Projektpapier geht es hier.